OS Aletsch: Besuch der 9OS bei der Mint-World in Visp
Am Freitag, 10. April besuchten die beiden 9OS-Klassen die Mint-World in Visp und erlebten dort zwei sehr spannende Workshops.
Workshop 1: Einmal Lokführer spielen
In der MINT World in Visp drehte sich für uns an alles um di einem Halbtag alles um die Frage: Wie bewegt sich eigentlich eine riesige Lokomotive? Gemeinsam mit Profis der SBB durften wir einen Vormittag lang selbst zu Technikern werden.
Tüfteln mit Luft und Strom
In Zweierteams haben wir zuerst mit Luftdruck experimentiert. Es war gar nicht so einfach, die Schläuche so zu verbinden, dass sich die Bauteile wie von Zauberhand bewegten. Danach wurde es elektrisch: Wir bauten Stromkreise auf, liessen Lampen leuchten und Ventilatoren drehen.
Richtig spannend wurde es, als wir beides kombinierten: Auf Knopfdruck löste der Strom einen Luftstoss aus, der dann die Mechanik bewegte. Dabei mussten wir konzentriert arbeiten, damit alles reibungslos funktionierte.
Das Highlight: Der echte Führerstand einer Lokomotive
Das Beste kam zum Schluss: Wir durften an einem nachgebauten Führerstand arbeiten. Jedes Team musste an einer grossen Wand Kabel nach einem Plan richtig einstecken. Hier fühlten wir uns wie echte SBB-Profis – bei einigen Stationen mussten wir wegen des hohen Drucks sogar Schutzbrillen tragen.
Am Ende des Morgens kam der grosse Moment: Ein Schüler, Sasha, durfte sich auf den Fahrersitz setzen und alles anschalten. Da wir als Team alles richtig verkabelt hatten, setzte sich die Modelleisenbahn schlussendlich sogar in Bewegung!
Workshop 2: Dem Täter auf der Spur
Im zweiten Teil verwandelte sich unsere Klasse in ein Team von Forensikern. Im Workshop „Alles Tinte, oder was?“ war unsere Mission klar: Wir mussten einen fiktiven Mordfall lösen! Das wichtigste Beweismittel war ein handgeschriebener Brief vom Tatort.
Sicherheit und Präzision
Bevor wir mit der Ermittlung starten konnten, mussten wir uns wie echte Profis vorbereiten: Laborkittel an, Schutzbrillen auf, Haare zusammenbinden und gründlich Hände waschen. Hygiene ist im Labor das A und O, damit keine Bakterien die Proben verfälschen.
Danach lernten wir den Umgang mit der Kolbenhubpipette. Mit diesem Gerät kann man Flüssigkeiten mikrolitergenau abmessen. Das war gar nicht so einfach und erforderte eine ruhige Hand, denn schon ein kleiner Fehler bei der Mischung hätte unser Ergebnis verfälscht.
Die chemische Analyse
Um den Briefschreiber zu überführen, stellten wir verschiedene Tinten-Verdünnungen her. Wir mischten Tinte und Wasser in exakten Mengen (von 20 % bis 100 %). Diese Proben sowie die „geheimnisvolle Tinte“ vom Tatort untersuchten wir anschliessend mit einem Spektrometer.
Dieses Gerät ist mit einem Computer verbunden und misst ganz genau, wie viel Licht durch die Flüssigkeit dringt. Die Ergebnisse werteten wir in einem Diagramm aus. Durch den Vergleich der Werte konnten wir am Ende zweifelsfrei bestimmen, welche Tinte für den Brief verwendet wurde.
Der Fall ist gelöst!
Dank der präzisen Laborarbeit und einer guten Portion Teamgeist gelang es uns, das Rätsel zu knacken und den Täter zu entlarven. Zum Abschluss gab es noch ein Quiz über die Laborgeräte, bei dem wir zeigen konnten, was wir alles gelernt hatten.

















