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Poetry Slam

Artikel von Oliver Bittel (Lehrer) • 08. Oktober 2009 @ 13:30

Poetry Slam ist deklamierte Poesie mit oder ohne Hintergrundmusik. Diese mdl. Audrucksform wird im Allgemeinen an öffentlichen Orten vorgetragen, auf Bühnen oder in Form von Wettbewerben. Der Slammer - oder der Poet - deklamiert, liest , skandiert, singt, spielt den Text zu einem freien oder vorgegebenen Thema.

Im Poetry Slam können alle Themen in allen Stilrichtungen angeschnitten werden, unter der Bedingung, dass der Slammer seine eigenen Texte vorträgt.

Der Begriff stammt aus dem Englischen (slam = zuschlagen) und hat mehrere Bedeutungen.

Der Poetry Slam ist 1984 in Chicago entstanden und breitete sich rasch aus, erst bis New York, dann weltweit.

Poetry Slam ist letztlich eine Liebe zur Sprache und zum gesprochenen Wort!

Hier ein Beispiel:

Ferien

Endlich!
Da seid ihr ja!
Mann - das hat aber ganz schön lange gedauert…
Habe euch schon richtig vermisst!
Tage wie euch gibt es doch viel zu selten, nicht wahr?
Wieso seid ihr bloss so besonders? Alle lieben diese Tage – verrückt!
Seid ihr wirklich so viel besser als die anderen Tage?
Ferien – ach, sooo schön!
Ausschlafen, der Wecker bleibt stumm – dieser doofe, laute, in den Ohren dröhnende Wecker, den ich am liebsten an die Wand werfen, mit dem Auto drüber fahren, aus einem Hochhaus werfen würde…wenn ich ihn nicht doch am nächsten Tag wieder brauchen würde.
Komisch: ich hasse ihn und kann nicht ohne ihn sein!
Ferien – keine Hausaufgaben, keine Prüfungen, das Programm selber gestalten können.
Ein Montag, der eigentlich kein Montag ist. Ein Ferienmontag!
Jeden Tag mit einem Lächeln im Gesicht erwachen. Die Sonne sagt: „Guten Morgen!“ Frühstücken: ein warmer Zopf, frische Erdbeermarmelade, eine heisse Schokolade, die Zeitung im Briefkasten – ist das nicht schön???
Ich zähle die Tage runter… 16 Tage, 3 Wochenenden – Jawohl!
Das sind ja fast gefühlte 3 Wochen! Genuss pur!
Doch halt – nein, bitte nicht, es geht so schnell, viel zu schnell! Ich will sie aufhalten, kann aber nicht. Verdammt!
Stress – und das in meinen geliebten Ferien. Der erste Schultag nach den Ferien kommt bestimmt. Nein! Jetzt denke ich bereits wieder an die Schule und habe noch nicht mal die Ferien begonnen. Was bin ich für ein Dummkopf! Ohrfeigen sollte ich mich, auspeitschen, kopfüber zum Fenster hinaushängen. Stopp!! Beruhige dich. Einatmen – ausatmen – alles easy! Es sind ja gleich Ferien!
Ich will Ferien! Ich WILL Ferien! Jetzt! Sofort! Biiiitteeee!
Italien ruft! Italia!! Der Inbegiff des Feriengefühls! Einfach abschalten, das feine Essen geniessen – ja, ja, ich weiss - und mit Übergewicht wie Free Willy  wieder zurückkommen: Pasta und Pizza machen es einem nicht leicht…- auf dem Balkon mit toller Musik den Sonnenuntergang bewundern und nicht immerzu auf die Uhr schauen zu müssen. Herrlich! Fantastisch! Wundervoll!
Italien ist eben so… Ferien sind so…
Ich freue mich auf euch! Auf die Herbstferien, Weihnachtsferien – ihr seid mir fast die liebsten -  auf die Sportferien, Osterferien, Maiferien und die nächsten Sommerferien!
Was würde die Menschheit bloss ohne euch tun?
Liebe Schüler und Lehrerkollegen: Ich wünsche euch… Schöne Ferien!!!

Bittel Oliver

Links:

www.gabrielvetter.ch

www.poetryslam.ch

 
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